Das PPI-Digitalisierungsrad

Liebe Blog-Leser,


unser Digitalisierungsteam veröffentlicht in Kürze eine Infografik zum Thema „Digitalisierung in der Assekuranz“. In der Infografik spielt das PPI-Digitalisierungsrad eine zentrale Rolle. Deshalb möchten wir Ihnen in dem heutigen Beitrag das Digitalisierungsrad nahebringen.

Das Digitalisierungsrad wurde speziell von unseren Blog-Autoren konzipiert, um die Versicherungsunternehmen auf ihrem Weg zur Digitalisierung zu unterstützen. Es soll Unternehmen helfen, die eigenen Strukturen in unterschiedlichen Sichtweisen im Wettbewerbsvergleich zu bewerten und zu gliedern. Genau dafür haben wir die Sichten aus Studien, Kundenprojekten und eigenen Erfahrungen zusammengebracht.

Aufbau des PPI-Digitalisierungsrads (von innen nach außen)

Digitalisierungsrad │© PPI AG

1. Organisationssicht: vom Kunden bis zur IT

2. Themenfelder: von der Zielgruppe bis zur Architektur

3. Funktionssicht: von Big Data bis zu mobilen Vertriebsprozessen



Vorteile des PPI-Digitalisierungsrads

Die Visualisierung ermöglicht ein einheitliches Verständnis von Digitalisierung und schafft damit eine belastbare Kommunikationsbasis im Unternehmen.
Auf der gemeinsamen Kommunikationsbasis lassen sich mit belastbaren ersten Impact-Analysen Handlungsfelder aus Strategie und Geschäftsmodellen ableiten.

Das PPI-Digitalisierungsrad und das vernetzte Denken bieten zusammen mit anerkannten Frameworks wie dem Business Modell Canvas einen 360°-Blick auf Ihr Unternehmen.
Ergebnisse und Nutzen des Digitalisierungsprozesses

Wir, das Digitalisierungsteam der PPI AG, sind uns einig: Wer ohne Strategie plant, wird mit nur geringer Wahrscheinlichkeit wertschöpfende Innovationen schaffen. Wer sein Geschäftsmodell nicht ausweitet, macht Platz für digitale Versicherung-Startups, die den Transformationsprozess bereits in anderen Branchen erfolgreich erprobt haben. Branchen wie Musikindustrie, Verlagswesen und Handel haben die Transformation bereits durchlebt, der Versicherungswirtschaft steht dies noch bevor.

Die digitalen Visionen eines Versicherungsunternehmens im Zusammenspiel mit den Strukturen des PPI-Digitalisierungsrads und unseren erfahrenen Digitalisierungsexperten machen den digitalen Wandel erfolgreich.

Ihr Digitalisierungsteam der PPI AG

PS: 

Sie sind Mitarbeiter einer Versicherung, und Ihnen gefallen unsere Denkansätze zum Thema Digitalisierung? Dann fordern Sie jetzt die PPI-Infografik „DIGITALISIERUNG führt zu elementarer Veränderung in der Assekuranz“ an und erhalten Sie kostenfrei ein Poster im Format A0 für Ihr Unternehmen.



#Digitalisierung #Versicherungen #Digitalisierungsrad #Infografik

Digitalisierung im Vertrieb (Teil 1)

Ideen für den Versicherungsvertrieb in einer digitalisierten Umwelt

Nachdem ich zu Weihnachten schon so nett angekündigt wurde, möchte ich mich nun heute zum ersten Mal hier zu Wort melden. Mein Name ist Gerrit Götze. Seit meiner frühesten Jugend bin ich IT-Nerd, und das bedeutet: Meine ersten IT-Berührungen habe ich – wenn auch knapp – noch in der „Vor-PC-Ära“ gehabt.

Mit dem Vertrieb, konkreter Versicherungsvertrieb, bin ich seit mittlerweile 25 Jahren verbandelt. In all der Zeit habe ich meine Aufgabe immer darin verstanden, den Versicherungsvertrieb bei den gerade aktuellen Problemen und Möglichkeiten ergebnis- und zielorientiert zu unterstützen.

Zu Anfang lief dies noch sehr gemächlich – mit den ersten programmierbaren Taschenrechnern zur Prämien- oder Ablaufleistungskalkulation. Nach und nach nahm die IT dann Fahrt auf. Adressensysteme, Kundenanalyse-Tools, Notebook-Einsatz, 360-Grad-CRM, Smartphone und Tablet: Die Änderungen kamen immer schneller – bis heute ...

Das, was jetzt mit Social Media und Always-on Digital Natives kommt, hat nicht mehr viel mit Evolution des Marktes zu tun. Die Generation C (Creative, Connected, Communicative) steht als nächste Kundengeneration direkt vor der Tür– mit vollständig neuen Anforderungen und Ideen. Da mein eigener Sohn dazu gehört, weiß ich leidvoll, wovon ich rede.☺

Eigentlich möchte ich Ihnen in dieser Blog-Reihe nur meine Gedanken und Ideen zu einem zukünftigen digitalisierten Versicherungsvertrieb vorstellen. Klingt soweit erstmal recht einfach.

Wie immer liegt das Problem im Detail. Wie bei allen anderen basieren auch meine Visionen und Ideen auf einer Reihe von Annahmen und Erfahrungen, gepaart mit Fakten. Bevor ich also zu meinen Schlussfolgerungen und Vorschlägen kommen kann, möchte ich Sie bitten, in meinen nächsten Beiträgen einige dafür wichtige Themen mit mir zusammen genauer zu beleuchten.

Dabei folgen wir der Frage: Wem möchte wer wie was verkaufen?
  • Wem – Der digitalisierte Kunde – Generation C
  • möchte wer – (An)Forderungen an den Verkäufer im digitalen Zeitalter
  • wie – Vertrieb – eine ganzheitliche Betrachtung
  • was – Produktdesign – für Generation C?
  • verkaufen? – Ideen für den Versicherungsvertrieb in einer digitalisierten Umwelt
Ich hoffe, Sie begleiten mich, und freue mich auf die nächste Zeit und Ihre Rückmeldungen.

Ihr Gerrit Götze

#Digitalisierung #Versicherungen #Vertrieb #digitalisiert

Digitale Kollaboration – Wie sich die Zusammenarbeit verbessern lässt

„Kollaboration“ in Unternehmen bezeichnet die Zusammenarbeit mehrerer Mitarbeiter, sei sie organisiert in Projekten oder in Abteilungen. Sind die zusammenarbeitenden Personen zeitlich oder örtlich getrennt, ergeben sich besondere Anforderungen.

PPI AG


Die digitale Kollaboration unterstützt dies durch spezielle Programme, geteilte Speicherplätze und digitale ggf. mobile Endgeräte. In der ersten Generation sind dies Netzlaufwerke mit selektierter Rechtevergabe, E-Mails und geteilte Kalender. Dabei sind jedoch die Bearbeitung von Dokumenten und deren Kommunikation getrennt. Wikis stellten hier bereits erste Verknüpfungen her und bieten auch eine Historisierung sowie Freigabeprozesse. Zudem wird die enge Zusammenarbeit durch Projektmanagement-Tools, Desktop Sharing und Online Meetings gefördert.

Heute bietet Social Software für die digitale Kollaboration deutlich mehr Möglichkeiten. Es gilt, die persönliche, direkte Zusammenarbeit bestmöglich abzubilden. Neben der Wissensvermittlung ist auch der dynamische Informationsaustausch in Form von Diskussionen, Aufgabenverteilungen und Abstimmungen zu unterstützen. Und die Arbeitsstände müssen verfolgbar sein. Im Idealfall lässt sich sogar eine enge Zugehörigkeit zur digital verknüpften Gruppe erreichen.

Ein großer Vorteil gegenüber der direkten Zusammenarbeit ist zudem die Dokumentation. Damit können sich hinzukommende Personen in den Informationsstand einarbeiten und diesen nachvollziehen. Dies hat insbesondere Vorteile im abteilungs- und sogar dienstleisterübergreifenden Projektmanagement mit wechselnden Personengruppen.

Die entsprechende Kollaborationsanwendung wird oft mit einer Cloud-Lösung ergänzt, die es ermöglicht, Daten zentral zu speichern und von einem beliebigen Standort und Endgerät abzurufen. Dies gibt Mitarbeitern und Arbeitgebern mehr Flexibilität, z. B. für Homeoffice-Arbeitsplätze oder flexible Arbeitszeiten.
Mit modernen webbasierten Lösungen arbeiten Mitarbeiter oder Projektmitglieder also effizient zusammen. Die Systeme lassen sich in Bausteinen individuell auf das Unternehmen anpassen und bis hin zum unternehmensinternen Social-Media-Netzwerk ausweiten.

Die große Bandbreite der privaten Nutzung von sozialen Medien zeigt allerdings, dass nicht jeder das gleiche Verständnis davon hat, Wissen zu teilen und öffentlich zu diskutieren. Die Ablehnung der digitalen Werkzeuge im beruflichen Umfeld würde die Arbeitsweise der ersten Generation zurückbringen. Darum ist es wichtig, die richtige Lösung auszuwählen und die Einführungs- und Arbeitsprozesse auf das eigene Unternehmen zuzuschneiden. Denn nur so akzeptieren die Mitarbeiter die Lösung und arbeiten erfolgreich zusammen.

Beste Grüße



#Digitalisierung #Versicherung #Versicherungsvertrieb #digitale #Kollaboration

Adaptive Produkte: alte und neue Anforderungen an einen zentralen Produktserver (Teil 4)

Den letzten Beitrag habe ich mit der Aussicht auf zentrales Produktwissen und einen "echten" Produktserver beendet. Heute möchte ich daran anknüpfen und diesen Evergreen im Projektportfolio der Versicherungsbranche aus Sicht der Digitalisierung betrachten. Fangen wir also mit der elementarsten Frage an:

"Was ist ein Produktserver? Ein Produktserver, das ist ein schwarzes Loch ..."

Auch wenn diese Antwort aus der „Feuerzangenbowle“ schon vielfach zitiert wurde, ist sie aus meiner Sicht leider allzu treffend. Warum? Dazu ein subjektiver Blick auf typische Produktserver.

Alle (mir bekannten) Maßnahmen oder Projekte, einen Produktserver zu entwickeln, endeten entweder im Abbruch oder aber mit einer einzigen fachlichen Funktionalität: der Prämienberechnung. Häufig ergänzt durch die Prüfung der objektiven Risikomerkmale ("Plausis") für die Berechnung und die eine oder andere Leistungsprüfung. So weit, so gut.

Oder auch nicht. Wenn ich mir überlege, was heute schon (und in Zukunft noch viel mehr) alles an Informationen gesammelt wird, dann muss der Anspruch an einen Produktserver höher sein, als eine Prämie zu berechnen. Laut der Trendstudie Versicherungen 2020 von 2bahead ist der Produktserver „... Teil eines großen ‚intelligenten Touchpointmanagements‘, das die von vielen verschiedenen digitalen Geräten gesammelten Daten verbindet und zu intelligenten Schlussfolgerungen zusammenführt“.

Ein Kollege, der sich intensiv mit der Implementierung von Produktservern beschäftigt, hat es mal so formuliert:

"Ein intelligenter und kommunikativer Produktserver reagiert auf eine Anfrage nicht nur passiv mit einer Feststellung, sondern bietet auch aktiv Alternativen und Empfehlungen für den Konsumenten."

Die Kombination von individuellen und situativen Empfehlungen führt zu adaptiven Prozessen und Produkten.

Wenn Sie also die technologischen Trends von SMACIT und Co. bedienen wollen, sind sprechende Schnittstellen unumgänglich. Technisch sind wir dazu schon lange in der Lage. Woran also hapert es? Platz 1 der häufigsten Antworten: „Unsere Produkte sind zu komplex!“ Dicht gefolgt von: „Wir haben zu viele Produktvarianten!“

Sicherlich hat die Komplexität der Produkte den größten Einfluss auf den wirtschaftlichen Betrieb eines Produktservers, und auch Quantität ist unbestreitbar ein Treiber für Komplexität.

Allerdings steht vor dem Betrieb die Entwicklung und vor der Entwicklung das Verstehen. Bevor wir also Produktkomplexität als etwas verdammen, das unbedingt reduziert und vermieden werden muss, sollten wir zunächst herausfinden, wodurch die Komplexität entsteht. Und das bedeutet, alle Informationen und Regeln aus dem Produktentwicklungsprozess zu vernetzen. Erst dann kann ein zentraler Produktserver zielführend und wirtschaftlich sinnvoll aufgebaut werden.

Any Comments?

Beste Grüße



#Digitalisierung #Versicherungen #Produktmanagement #adaptiveProdukte